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Lohnt sich Dienstrad-Leasing?

Lohnt sich Dienstrad-Leasing?

Für die meisten Arbeitnehmer lohnt sich Dienstrad-Leasing finanziell deutlich. Durch die Gehaltsumwandlung und die 0,25%-Regel sparst du gegenüber dem Direktkauf in der Regel 20 bis 40 Prozent. Voraussetzung ist, dass dein Arbeitgeber Leasing anbietet und du das Rad regelmäßig nutzt. Für Selbstständige gelten andere Regeln, hier ist die Ersparnis kleiner.

Was ist Dienstrad-Leasing überhaupt?

Beim Dienstrad-Leasing least dein Arbeitgeber ein Fahrrad oder E-Lastenrad wie das Simply.Lift EP6 und überlässt es dir zur privaten Nutzung. Die monatliche Leasingrate wird über eine sogenannte Gehaltsumwandlung direkt von deinem Bruttogehalt abgezogen. Das senkt dein zu versteuerndes Einkommen, und genau daraus entsteht der größte Teil der Ersparnis.

Das Modell funktioniert ähnlich wie ein Dienstwagen, nur eben für das Fahrrad. Nach Ablauf der Leasingdauer (üblich sind 36 Monate) kannst du das Rad meist zu einem günstigen Restwert übernehmen.

Warum lohnt sich Dienstrad-Leasing finanziell?

Der finanzielle Vorteil entsteht aus zwei Effekten, die zusammenwirken:

1. Die Gehaltsumwandlung senkt deine Steuerlast. Weil die Leasingrate vom Bruttogehalt abgeht, zahlst du auf diesen Betrag keine Lohnsteuer und keine Sozialabgaben. Dein Nettogehalt sinkt also weniger stark, als die Leasingrate eigentlich kostet.

2. Die 0,25%-Regel hält den geldwerten Vorteil niedrig. Die private Nutzung des Dienstrads gilt als geldwerter Vorteil, den du versteuern musst. Seit 2020 werden dafür nur 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises pro Monat angesetzt. Bei einem E-Lastenrad für 3.890 Euro sind das rund 9,73 Euro monatlich, die du zusätzlich versteuerst. Das ist im Verhältnis zur Ersparnis sehr wenig.

Unterm Strich ergibt sich für die meisten Arbeitnehmer eine Ersparnis von 20 bis 40 Prozent gegenüber dem Kauf desselben Rads aus dem bereits versteuerten Netto.

Ein konkretes Rechenbeispiel

Nehmen wir ein E-Lastenrad mit einem Bruttolistenpreis von 3.890 Euro und eine Laufzeit von 36 Monaten:

  • Beim Direktkauf zahlst du 3.890 Euro aus deinem Nettogehalt. Um diesen Betrag übrig zu haben, musst du brutto deutlich mehr verdienen.
  • Beim Dienstrad-Leasing wird die Rate brutto umgewandelt, du sparst Steuern und Sozialabgaben, und versteuerst nur den kleinen geldwerten Vorteil.

Je nach persönlichem Steuersatz landest du am Ende der Laufzeit oft mehrere hundert bis über tausend Euro günstiger als beim Direktkauf. Wie hoch deine konkrete Ersparnis ausfällt, hängt von deinem Einkommen und Steuersatz ab.

Für wen lohnt sich Dienstrad-Leasing besonders?

Dienstrad-Leasing lohnt sich vor allem dann, wenn:

  • dein Arbeitgeber das Modell anbietet (das ist die Grundvoraussetzung),
  • du ein höherwertiges Rad möchtest, bei dem die prozentuale Ersparnis stärker ins Gewicht fällt,
  • du das Rad regelmäßig im Alltag nutzt, etwa für den Arbeitsweg oder den Familientransport,
  • du einen mittleren bis höheren Steuersatz hast, denn dann ist der Steuervorteil größer.

Gerade bei einem E-Lastenrad, das ein Auto teilweise ersetzen kann, summieren sich Leasingvorteil und eingesparte Autokosten zu einem deutlichen Plus.

Lohnt sich Dienstrad-Leasing auch für Selbstständige?

Für Selbstständige sieht die Rechnung anders aus. Sie können kein Gehalt umwandeln, dafür lässt sich das Leasing als Betriebsausgabe absetzen, und unter bestimmten Voraussetzungen ist auch der Vorsteuerabzug möglich. Der finanzielle Vorteil ist meist kleiner als bei Arbeitnehmern, kann sich aber je nach Steuersituation trotzdem rechnen. Hier lohnt sich ein Blick mit dem Steuerberater.

Wann lohnt sich Dienstrad-Leasing eher nicht?

Ehrlich gesagt gibt es Fälle, in denen der Direktkauf sinnvoller ist:

  • wenn dein Arbeitgeber kein Leasing anbietet,
  • wenn du das Rad nur selten nutzt,
  • wenn du ein sehr günstiges Rad kaufen möchtest, bei dem die absolute Ersparnis klein bleibt,
  • wenn du das Rad nach kurzer Zeit wieder abgeben willst.

In diesen Fällen kann der unkomplizierte Direktkauf die bessere Wahl sein.

Fazit: Lohnt sich Dienstrad-Leasing?

Für die meisten Arbeitnehmer lautet die Antwort klar ja. Die Kombination aus Gehaltsumwandlung und 0,25%-Regel macht hochwertige Räder spürbar günstiger als der Kauf aus dem Netto. Wer ein E-Lastenrad für den täglichen Familien- oder Pendelalltag sucht, profitiert doppelt: vom Leasingvorteil und von den eingesparten Autokosten.


Hinweis: Dieser Artikel bietet eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Steuerberatung. Deine konkrete Ersparnis hängt von deiner persönlichen Steuersituation ab.


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